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Thermisches Spritzen

Das Thermische Spritzen ist ein universell einsetzbares Oberflächen­beschichtungsverfahren, bei dem ein pulver- oder drahtförmiger Beschicht­ungswerkstoff durch eine Energiequelle an- oder aufgeschmolzen und auf ein aufgerautes Substrat geschleudert wird. Beim Kontakt mit dem Substrat verklammert sich das schmelzflüssige oder teigige Material mechanisch mit dem Grundwerkstoff und erstarrt zu einer lamellenartigen Schicht. Der Grundwerkstoff wird dabei nicht aufgeschmolzen und nur gering thermisch belastet. Großflächige Bauteilbeschichtungen sind daher auf nahezu allen Grundwerkstoffen realisierbar.

Das größte Einsatzgebiet für Thermische Spritzschichten ist der Verschleiß- und Korrosionsschutz im Maschinen und Anlagenbau. Darüber hinaus wird die Beschichtungs­technologie zunehmend in der Luft- und Raumfahrtindustrie, z. B. für die Erzeugung von Wärmedämmschichten auf Turbinenschaufeln, angewendet.

Abbildung 1: Prinzip des Thermischen Spritzens am Beispiel des Lichtbogenspritzens